Die Neubauvorhaben auf dem Areal des LUKS sind umfangreich und bereits am Entstehen. Die gesamte Arealentwicklung wird noch rund 15 Jahre in Anspruch nehmen. Darin eröffnet sich für eine Lösung der bisher völlig ungelösten Car-Problematik der Stadt Luzern eine einmalige Chance.

Der Aushub für den Neubau Kinderspital und Frauenklinik ist bereits im Gang, der Bau soll 2026 bezogen werden. Mit dem Abriss des alten Kinderspitals und des heutigen Besucher-Parkhauses an der Spitalstrasse wird anschliessend eine Fläche für das nächste Baufeld frei. Dort ist ein Neubau mit besucherintensiven Angeboten wie zum Beispiel Ambulatorien vorgesehen. An diese zweite Bauphase knüpft die Projektidee der IG Spitalpassage an.

In den Jahren 2023 und 2024 wird das LUKS das unterirdische Parkhaus dieser zweiten Bauphase planen, das mit einem zusätzlichen Untergeschoss und in einem ersten Ausbauschritt Platz für 30 bis 40 Cars schaffen könnte. Die Bauphase würde 2026 mit dem Abbruch des alten Kinderspitals und Parkhauses beginnen und sieht 2027 die Aushubarbeiten vor. Der eigentliche Bau wäre für die Jahre 2028 bis 2030 vorgesehen. Frühestens Ende 2028, eher im Jahr 2029 könnte demnach bei optimalem Verlauf ein Car-Parking in Betrieb gehen.

Wichtig ist: Wenn die Planungsphase 2023 und 2024 ungenutzt verstreicht, so ist das Car-Parking nicht mehr zu bauen, und damit wäre das Gesamtvorhaben Stadtpassage nicht zu realisieren.

Die Initianten der IG Stadtpassage gehen von maximal 90 Millionen Franken aus. Damit sind die Kosten bedeutend tiefer als bei allen bisher vorgestellten Car-Parkingoptionen, die aus politischen, baulichen oder finanziellen Gründen bisher nicht wirklich Chancen gehabt haben.

Die IG kann an den geleisteten Vorarbeiten und Planungen des LUKS anschliessen. Das LUKS steht dieser Zusammenarbeit mit der IG Spitalpassage offen gegenüber und ist in die Projektgruppe eingebunden. Finanziell ist das LUKS an der IG Spitalpassage nicht beteiligt.

Die Frage nach dem Eigentum der drei Elemente der Stadtpassage (Zufahrtsportal, Car-Parking und Stadtpassage) soll in der Phase der Machbarkeit geregelt werden. Da die Stadtpassage eine Erweiterung des städtischen Fusswegnetzes darstellt, wäre es naheliegend, wenn sie sich im Eigentum der Stadt Luzern befinden würde. In wessen Eigentum das Zufahrtsportal und das Car-Parking fallen, muss in einer nächsten Phase geklärt werden.

Die Aufteilung der Investitionskosten muss im Rahmen der Machbarkeitsstudie zu jedem der drei Projektelemente (Zufahrtsportal, Car-Parking und Stadtpassage) einzeln gelöst. Auch die Frage der Aufteilung der Betriebskosten, welche nach Jahren die Höhe der Investitionskosten übersteigen werden, ist in dieser Phase zu klären.

Wir gehen für Fussgänger von maximal 8 Minuten aus (was einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 6 Stundenkilometern entsprechen würde).

Der Austrittsort ist noch nicht bestimmt und wurde bisher bewusst offengelassen, obwohl erste Gespräche mit Grundbesitzern von möglichen Austrittspunkten bereits initiiert worden sind. Eine Machbarkeitsstudie soll unter anderem dazu gesicherte Aussagen treffen, doch sind bereits viele Vorarbeiten und geologische Gutachten erstellt, die beigezogen werden können.

Die Metroidee sah eine grössere Linienführung vor mit viel Mobilitätstechnologie und anderen Betriebs- und Gestehungskosten. Die Stadtpassage ist eng verbunden mit dem Spitalausbau und stellt eine effiziente, optimale und mehrfach nutzenbringende Lösung dar, die bescheiden bleiben will und keineswegs grossen Träumen nachhängt.